3 Benefiz-Veranstaltungen auf Schloss Lichtenstein im Herbst
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Nominierung für den Deutschen Engagementpreis

Bundesweite Aufmerksamkeit für unsere Menschenkinder

Wir freuen uns sehr über diese Anerkennung unserer Arbeit. Und wir sind stolz darauf, dass das, was vor über 30 Jahren in Reutlingen begonnen hat, heute weit über unsere Region hinaus wahrgenommen wird. Doch für uns bedeutet diese Nominierung noch etwas viel Wichtigeres: Sichtbarkeit für Kinder, die selbst kaum eine Lobby haben. Jedes vierte Kind in Deutschland wächst mit einem sucht- oder psychisch erkrankten Elternteil auf. Es ist das Nachbarskind, die Freundin in der Klasse oder der Junge auf dem Spielplatz. Und trotzdem erleben wir bei Vorträgen, Veranstaltungen oder Gesprächen immer wieder großes Erstaunen darüber, wie viele Kinder tatsächlich betroffen sind.

Viele dieser Kinder fallen gerade deshalb nicht auf, weil sie früh gelernt haben, nicht aufzufallen. Sie funktionieren, passen sich an, übernehmen Verantwortung, machen sich Sorgen um ihre Eltern – und sprechen häufig mit niemandem darüber, was zu Hause passiert. Ohne frühzeitige Unterstützung können die Erfahrungen dieser Kindheit weit über das Kindesalter hinausreichen. Deshalb setzt MENSCHENKINDER auf Prävention: Wir möchten Kinder stärken, bevor sie selbst psychisch erkranken oder eine Suchterkrankung entwickeln.

Öffentlichkeitsarbeit ist deshalb für MENSCHENKINDER weit mehr als Werbung für unseren Verein. Denn bevor ein betroffenes Kind Unterstützung bekommen kann, muss jemand erkennen, dass dieses Kind Unterstützung brauchen könnte. Eltern, Lehrkräfte, Fachkräfte, Nachbarn und unsere Gesellschaft müssen wissen, was es bedeutet, mit einem sucht- oder psychisch erkrankten Elternteil aufzuwachsen.

Der Deutsche Engagementpreis gibt zivilgesellschaftlichem Engagement aus ganz Deutschland eine Bühne. Dass MENSCHENKINDER eines von 626 nominierten Projekten ist, bedeutet für uns deshalb vor allem:

Unser Thema bekommt eine größere Bühne. Und genau die wollen wir nutzen. Um über unsere Arbeit zu sprechen, und vor allem um die Kinder sichtbar zu machen, für die wir diese Arbeit machen.

Denn jedes Kind sollte die Chance haben, gesund aufzuwachsen und seinen eigenen Weg zu gehen – unabhängig von der Erkrankung seiner Eltern.